Was seitdem geschah.

Lukaz ist endlich zu Hause. Dafür gibt es jetzt Lena:

“La Paz ist echt crazy! Hier merkt man den Wind eines dritte Welt Landes schon sehr! Es ist dreckig, laut, korrupt, kriminell, ekelig (Maenner pissen wo sie stehen und gehen, kein Witz!) aber trotzdem irgendwie auch spannend und mit ganz eigenem Charme!”

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Daniel Fallenstein kämpft weiterhin für die Wahrheit.

“Zur Korrelation solchen Abschaums mit bestimmten Herkunftsumständen  sagen wir jetzt nichts. Denn das wäre ja Rassismus. Und der ist auch auf Kosten der Mitschüler und sonstigen Opfer dieser Benachteiligten zu verhüten.”

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Florian Philipp Ott hat es leider weder in den Landtag noch in das Studierendenparlament geschafft. Dabei klang “Kommunisten dürfen nichts zu sagen haben! FDP wählen.” doch so überzeugend.

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Liliana weint schon wieder im Fernsehen. Diesmal über ihre Trennung von Lothar Matthäus. Dieser zieht mittlerweile die Rechtmäßigkeit der Ehe in Frage:

“Dass sie damals noch Jungfrau war, habe ich nicht bemerkt. Zumindest gab es dafür keine Anzeichen.”

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Und der Tanker geht ins Dock.


Lothars Liliana

Lothar Matthäus’ 22-jährige Ehefrau hat es trotz ihrer jungen Jahre schon weit gebracht. Sie ist mit einer Trainerlegende verheiratet, läuft als Model bei den großen fashion shows in Mailand und arbeitet als Reporterin bei RTL. Doch trotz all dieser Erfolge ist sie immer Mensch geblieben und nutzt ihre Popularität, um denen zu helfen, die vom Leben nicht so reich beschenkt wurden wie sie selbst.

Ihre letzte humanitäre Mission führte sie und ihren Gatten im Auftrag der Kampagne „The Big Kick“ nach Malawi (Mit Video!). Dort wurde sie Zeugin von solch traurigen Schicksalen, dass sie noch heute, wenn sie zurückdenkt, die Krokodilstränen nicht zurückhalten kann. Schon vor Ort tat Lilli alles Menschenmögliche, um das Elend der Menschen zu mildern:

“Das Ergreifende für mich war zu sehen, dass man die Kinder so einfach glücklich machen konnte. Einfach nur da zu sein, erzeugte ein Lächeln in ihrem Gesicht.”

Da siechen die Menschen dahin und “das Ergreifende” für Liliana ist, dass die armen Kinder beim Anblick ihrer Pferdefresse zu lachen anfangen. Schade nur, dass Liliana Matthäus angesichts der Erkenntnis, dass es den Bewohnern Malawis an nichts außer ihrer Anwesenheit zum Glück fehlt, nicht auf die Idee kam, einfach dort zu bleiben. Die Bussi-Bussi-Gesellschaft Lilongwes wäre entzückt gewesen!

“Dann wird sie von ihren Erinnerungen an den Afrika-Trip überwältig, bricht im Satz ab, muss, von heftigem Schluchzen geschüttelt, immer wieder neu ansetzen.”

Es gibt nichts widerlicheres als Menschlichkeit. Nichts schlimmeres als die mediale Inszinierung der eigenen Betroffenheit angesichts der schieren Ungerechtigkeit in dieser Welt und der unermüdlichen Selbstvergewisserung, doch moralisch auf Seiten der Opfer zu stehen. Besoffen von der eigenen Großherzigkeit möchte Liliana zusammenbrechen, weinen, klagen. Doch der scheinbar so unkontrollierte Gefühlsausbruch ist nichts als emotionales Kalkül im Angesicht der Kameras, die schon jede klägliche Gefühlsregung im erbärmlichen Leben der Liliana M. dokumentieren durften.

„Ich sah 12-jährige Mädchen mit Babys auf ihren Rücken, obwohl sie nichts zu essen hatten und keinen Schlafplatz für die Kleinen. Das machte mich so unendlich traurig.“

Ich sehe einen abgehalfterten Ex-Fußballer mit 22-jährigem Dummchen vor einer Kamera, obwohl beide bekanntermaßen seit jeher nur unerträglichen Irrsinn – da hilft auch die kraus gezogene Stirn nichts – in die Mikrofone brabbeln. Mein Hass ist unendlich.

„Wir haben was erlebt, was man mit Worten gar nicht beschreiben kann.”

Sei es im liebgewonnenen Promi-Leben oder auf dem Platz, Lothar Matthäus hat wohl noch nie etwas erlebt, das er zu beschreiben in der Lage gewesen wäre. Doch nie habe ich mir mehr gewünscht, dass er auch nur einmal die Konsequenz aus seinem Unvermögen zieht und seine Fresse hält. Nur einmal.

“Es wäre schön, wenn wir diese Liebe, diese Herzlichkeit und die Aufmerksamkeit von den Leuten in Malawi übernehmen würden.“

Eines muss man den Afrikanern lassen, sie schaffen es beim Verhungern ihre Würde zu bewahren. Das imponiert einem Lothar Matthäus, der – sollte es so etwas wie Würde geben – wohl der Letzte ist, der dieses Wort in den Mund nehmen sollte. Es ist nur all zu schade, dass die Leute in Malawi nicht im Gegenzug im Austausch für all diesen unnützen Tugenden, an denen es im Hause Matthäus zu mangeln scheint, nicht mal eben Lothars Auto, Kleidung und Geld übernommen haben.

Zugunsten von „Ein Herz für Kinder“ wurde bei „The Big Kick“ ein Ball quer durch Deutschland, Österreich, Italien und Afrika gedribbelt.

Zugunsten meines Seelenheils sollte man Lothar und Liliana an seinen Jeep hängen und quer durch Deutschland, Österreich, Italien und Afrika schleifen. Ein Herz für Tanker.

Es wird wohl lange dauern, bis Lothar und Liliana ihre Erlebnisse verarbeitet haben, schließlich hatten die beiden keine Ahnung, “dass der Trip SO emotional werden würde”. Spätestens heute abend ab 18:30 Uhr wird es bei RTL Exklusiv dann aber so weit sein. “Lothar Matthäus und seine Liliana sagten nämlich sofort zu”, als sie für diese Selbstinszinierung auf dem Rücken der Menschen in Malawi angefragt wurden. Aber wen interessiert schon die Staffage, wenn die schöne Liliana weint.

Das letzte Tabu.

“Wer das Tor im Finale macht, kann mich von hinten nehmen. Ich weiß schon, dass das weh tut und die Leute sagen, der ist verrückt. Mir doch egal, Hauptsache wir werden Weltmeister.”

Carlos Bilardo, Co-Trainer der argentinischen Fußball-Nationalmannschaft

Edgebreak.

Ian MacKaye in ‘EDGE – perspectives on drug free culture

+49 30 61 28 27 30

Seit letzter Woche findet sich auf der Website der jungle world eine kurzweilige Videokolumne mit dem Titel “Berliner Ferngespräche“, die sich fortan “drängenden Problemen der Zeitgeschichte” widmen soll.

David Harnasch (Cicero, “sympathisiert mit den USA und mit George W. Bush. War für den Krieg im Irak und hält jede Art von Sozialismus für gesellschaftlich und wirtschaftlich überaus bedenklich“) und Ivo Bozic (jungle world, “sympathisiert mit den USA und mit George W. Bush. War für den Krieg im Irak und hält jede Art von Sozialismus für gesellschaftlich und wirtschaftlich überaus bedenklich”) inszinieren sich hierbei als politische Gegenspieler, die via Telefon wortgewaltig mit dem Weltbild des jeweils anderen abrechnen.

Angesichts der ideologischen Nähe der beiden Autoren des Netzwerkes “Achse des Guten” darf man gespannt sein, ob die politischen Differenzen bis zur dritten Folge ausreichen. Die jungle world musste sich zuletzt schon arg ins Zeug legen, um dem Aufeinandertreffen eines Cicero-Redakteurs mit einem jw-Vertreter einen Hauch von Brisanz zu verleihen. Doch zumindest für die Pilotfolge fand sich auch ein polarisierendes Thema: Fußball und “wildgewordener Patriotismus” (Bozic). Harnasch kann mit ersterem nichts anfangen und findet letzteren gut, Bozic hält letzteren für unanständig und findet ersteren gut. Also scheinbar beste Voraussetzungen für ein schonungsloses Zwiegespräch.

Zu Beginn der ersten Folge begleitet der Zuschauer die beiden Kontrahenten auf dem Weg zur Arbeit. Dabei erfährt man, dass Antifa-Ivo immer noch seine Antifa-Schuhe trägt und dass die Marx-Lektüre immer noch ungelesen auf seinem Schreibtisch liegt. Sonnenstudio-David Harnasch hingegen lässt eigens für den Dreh den getunten Opel in der Garage und gibt recht bemüht den smarten Karrieristen, der, während er mit dem Taxi zu Arbeit fährt, telefoniert und auf seinem Notebook herumtippt. Das muss er in irgend einem Film gesehen haben.

Kaum an ihren Schreibtischen angekommen, nehmen die beiden den Hörer zur Hand und Ivo Bozic (mit den Füßen auf dem Tisch!) legt seine Sicht der Dinge dar. Er ist bei der WM aus historischer Verantwortung gegen Deutschland und sehnt die guten alten Zeiten zurück, als der deutsche Nationalismus noch ohne störende Beflaggung seinen Dienst verrichtete. Denn kaum hingen die Flaggen nach der Wiedervereinigung, schon brannten die Flüchtlingsheime. Doch das war nur ein kleiner Vorgeschmack auf das was folgen sollte: Als auch noch die alliierten Besatzer das Land verließen, brachen alle Dämme: Die Bundesbahn nannte sich wieder “Deutsche (!) Bahn”, die Bundespost ging noch einen Schritt weiter und druckte auf ihre Briefmarken “Deutschland (!)”. Und Ivo Bozic ging in den Widerstand.

Eine Zusammenfassung der weiteren Absurditäten spare ich mir, ich kann die Diskussion nur jedem ans Herzen legen. Und wer möchte, kann anschließend auch gerne auf der Cicero-Website diskutieren, welcher der beiden Vollblut-Journalisten in dem Streitgespräch die bessere Figur gemacht hat. Es wird wohl eng werden für den Nationalismus-Kritiker Ivo Bozic. Und die Alternative zu ihm ist immerhin ein Primitivling, der sein Geld mit Angela Merkel-Spaghetti-Tops verdient.

Aus dem Internet.

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“ohne das geschehen verharmlosen zu wollen, aber die eliteeinheiten israels setzen sich traditionell aus eher linken, mit der kibbuz-bewegung verbundenen leuten zusammen.” (aus einem linken Forum)

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“Im übrigen hat Horkheimer in seiner Ärzte- und Medizinkritik seinen eigenen Tod vorweggenommen: Er starb 1973 an einer damals häufig praktizierten, die gesamten Körperfunktionen umfassenden Vorsorgeuntersuchung, die über seine Kräfte ging.” (“Max Horkheimer und das Racket der Ärzte”, ca ira-Verlag)

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“Bis 34 war i Sozialist, wor aa ka Beruf.” (Herr Karl)

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06 Build Me A Wreck

Aus aktuellem Anlass: Dr. Patrick Gau zur Roten Hilfe!

Grigat kam bis Lüneburg.

Shalom, Henrik! Du bist 29 Jahre alt und kommst aus Lüneburg. Du bist “Nicht-Jude”, machst diesen Makel aber wett, indem du dich als “Antifaschist” engagierst. Und wie das nun mal so ist, hat “das verstärkte Aufkommen der Israelsolidarität innerhalb der Antifa” dazu geführt, dass du dich “auch mit diesem Thema auseinandergesetzt” hast. Ergo: Du hast deine linksdeutschen Hausaufgaben gemacht und bist jetzt “antideutsch & israelsolidarisch”. Für all diejenigen, die mit dem Terminus “antideutsch” nichts anzufangen wissen, erklärst du, dass das nichts anderes bedeutet als “dasz mensch sich Israel (als Schutzraum für die Überlebenden der Shoa & deren Nachkommen) und dem Judentum an sich gegenüber solidarisch zeigen muss, sowie jeglichen Antisemitismus bekämpft”.

Doch damit nicht genug, nach deinem Credo “Keine Theorie ohne Praxis” fängst du gerade an, dich “um den Jüdischen Friedhof, der von der Stadt stark vernachlässigt wird, zu kümmern”. Doch da sich so ein Grab nicht von selbst pflegt, bist du auf der Suche nach Leuten, die dich “dabei moralisch unterstützen können/wollen oder Tipps geben”. Und wo findet man solche Leute bekanntermaßen am leichtesten? Genau, im deutschsprachigen Forum der Anhänger der ultra-nationalistischen Kach-Partei.

Die User des Forums, die sonst eher mit Fragen nach effektiven Möglichkeiten, Palästinenser mit dem Sturmgewehr niederzumähen bedacht werden, wissen mit deiner Bitte leider recht wenig anzufangen. Immerhin haben doch “auch Deutsche das Recht, wie jeder andere mit Respekt behandelt zu werden”. Nunja. Wie jeder andere.

Doch du unternimmt einen weiteren Versuch, den Herren Juden dein recht übersichtliches politisches Programm näher zu bringen. Israel muss verteidigt werden, Deutschland hingegen hat “aufgrund des Nationalsozialismus und seiner Auswüchse eigentlich keine Existenzberechtigung”. Somit ist das “entspannte Verhältnis zur Nation unerträglich”, zumindest wenn es sich um die deutsche handelt. Um deinen Worten ein wenig mehr Gewicht zu verleihen, fügst du noch hinzu: “Adorno hat mal gesagt: “Deutschland denken heiszt Auschwitz denken.” Und ich dachte, das Zitat wäre von Günther Grass und der Thread ein billiger Abklatsch von “Im Krebsgang“. (“Grass lässt zunächst [...] Konny im Internet mit dem Philosemiten David [...] immer heftiger virtuell in einer Art Hass-Freundschaft streiten.”)

Doch eines ist in deinen Augen klar, die Lüneburger Heide, “wird sich wohl in nächster Zeit immer mehr in die “antideutsche” Richtung entwickeln”. Und in Bienenbüttel sollen jetzt welche angefangen haben, mit Computern Musik zu machen! Die “Jüdische Verteidigungsliga” sträubt sich jedoch, diesen Schritt in “antideutscher Richtung” zu gehen. Es ist schon ein Debakel, nicht mal die strammesten Zionisten können Verständnis für dein Weltbild aufbringen – dabei willst du doch nur ihr Bestes! Einer der Foren-Betreiber geht sogar noch weiter und erklärt: “Wenn du Menschen anhand Ihrer Nation in Schubladen steckst, gibst du diesen Menschen einen Grund Faschistisch und Nationalistisch zu werden.” Und ein anderer User fügt hinzu, dass  “selbsthassende Deutsche, selbsthassende Christen oder selbsthassende Juden die letzte Sorte Mensch” sind, mit denen er etwas zu tun haben möchte. Ohwe, spätestens hier musstest du wohl erkennen, dass es in diesem Forum keinen Blumentopf geschweige denn ein Grabgesteck für dich zu gewinnen gab und so zogst du unverrichteter Dinge von dannen. Schade eigentlich.

ANWALTISIERT DAS!

Ja, dies ist ein verzweifelter Versuch, auf der Club Molli-Welle mitzuschwimmen.

Tampert: Timmie met een griekse y

Deutlich besser als das Original: Das holländische Derrick-Remake “Tampert“.

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